claim_profil

Lernen Sie von PROs!

Sie, dachten jetzt wahrscheinlich, ich habe nicht das „extreme Talent“ und auch keinen „hartnäckigen Siegeswillen“. Vielleicht kamen ihnen auch Aspekte wie „ich hatte nie den richtigen Förderer, die mein Talent erkannt hat“ und „leider war ich nie zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Platz“ in den Sinn. Ich habe auch kein ganzes Team von Unterstützern, sei es jetzt einen traditionellen Coach, einen Konditionstrainer, einen Physiotherapeuten und einen guten Manager, etc. pp.! Was soll ich von einem PRO lernen?

Wieso soll ich weiter lesen? Prof. Dieter Kronzucker betont bei seinen Reden über Barack Obama, dass der 44. Präsident der Vereinigten Staaten seinen einmal gefassten Plan, bis auf kleine Details, 1:1 über einen langen Zeitraum hinweg umgesetzt hat. Genau wie absolute Ausnahmesportler oder andere erfolgreiche Persönlichkeiten im Geschäftsleben, aber auch Schauspieler und Künstler, erarbeitete er sich eine detailierte „Strategie“, die er im Alltag konsequent umgesetzt hat. Das kann man mentale Stärke nennen! Um der Wahrheit gerecht zu werden: Pläne machen auch die 2. und 3. Plazierten. Sie schaffen es jedoch nicht den Plan konsequent umzusetzen. Ausnahmslos alle extrem Erfolgreichen feilen, neben ihrem traditionellen Training an Ihrer mentalen Stärke [sic!]. Mentale Stärke hilft ihnen ihr System, ihre Strategie und ihr Talent auch im Alltag umzusetzen. Um einen bekannten Bundesligatrainer zu zitieren: „durch mentale Stärke steigert sich die Leistungsfähigkeit der Mannschaft um drei bis fünf Prozent“. Es geht um die Prozentpunkte, die zwischen Sieg und Platzierung entscheiden.

Thematisiert man die menschliche Psychologie, besonders bei wettbewerbsintensiven Themen, bei denen es um Härte und Präzision geht, reagiert die breite Masse häufig belustigt oder befremdlich. Wo ist die Relevanz? Schließlich hat man selbst ja kein Problem mit Psychologie, es ist ja alles in Ordnung und man hat klare Ziele und einen Plan. Das stimmt, solange es um nichts geht. Solange Spieler, Athleten, oder Politiker nicht in einem Turnier oder im Wettkampf stehen, solange Daytrader / Hedgefond Manager noch keine Position eröffnet haben, solange der Politiker noch nicht hat von der Gegenpartei attakiert wird, solange gelten die Gesetze der Vernunft .Solange der Pokerspieler keine Pre- oder Postflop Entscheidung treffen muss, solange beim Rennfahrer die Ampel noch auf Rot steht, solange gelten die Gesetze des Verstandes.

Sobald die Kanonen donnern, werden Schlachtpläne Makulatur! (Vergleiche Pokercoach-Blog)

Was verbindet die erfolgreichsten Menschen Ihrer Zunft miteinander? Einer der Hauptunterschiede zwischen einer Legende und dem Rest des Feldes liegt darin, dass Top-Performer Ihr Potential auch in „Stress-Situationen“ regelmäßig abrufen können. Also auch dann, wenn sie unter hohem Druck stehen. Wenn hinter Ihnen im Flight Tiger Woods spielt, sie bei der Turnierauslosung gegen die Nummer eins der Weltrangliste spielen müssen, ein andere Fahrer im Qualifying Kreise um sie gefahren ist – oder der Pokerspieler: wenn in einer High Roll Pokerpartie der gegnerische Chipleader im Heads up bereits ein Vielfaches des eigenen Stake vor sich auftürmt, oder der Trader eine Reihe von Verlusttrades hinter sich hat. Der Leser kann sich leicht in die Situation versetzen, die ihn selber aus der Ruhe bringt. Der wahre Champ wird ruhig agieren und gibt dem Gegner eine Chance Fehler zu machen.

Sage ich das ein untalentierter Mensch an die Spitze kommen kann? Interessant ist wieso es Siegern gelingt, ihr Bestes regelmäßig abrufen zu können und den Anderen, die im Vorfeld genauso hart trainiert haben, nicht? Warum sind viele Menschen „Trainings-Weltmeister“, versagen aber in der Wettbewerbssituation, während echte Champs im Wettbewerb noch ruhiger und fokussierter werden?

Die Antwort ist genauso einfach wie einleuchtend: Peak-Performer orientieren sich nur an ihrer eigenen Performance. Sie messen sich nicht an Bestleistungen Anderer, sondern nur an der eigenen Entwicklung!

Pete Sampras sagte einmal: „Ich gehe einfach raus und gebe mein Bestes. Ich mache mir da keinen Kopf.“ Und wenn es einmal nicht geklappt hat, war das auch kein Beinbruch, sondern ein Hinweis auf Verbesserungschancen für ihn! Und, wie schaffe ich es, das ich bei meiner Tätigkeit nur auf die eigene Performance schaue und nicht auf das Ergebnis? Salomonische Antwort: Gesegnet ist derjenige, der sein Ego unter Kontrolle hat!

Erfolgsentscheidend ist der persönliche Umgang mit Gewinn und Verlust. Brauche ich Erfolg zur Selbstbestätigung? Bin ich gut drauf, auch wenn es schlecht läuft?

Erfolge, genau wie Misserfolge sind für den Mensch gefährlich! Schauen wir uns Rockstars, Filmschauspieler oder Popstars an: Werden sie gefeiert und bejubelt, leben sie im Glücksrausch, wie auf Drogen. Schreibt die Presse sie in den Keller, sinken die Verkaufszahlen, dann fallen sie in ein tiefes Loch mit Drogen- und Alkoholexzessen. Ähnliches Verhalten kann man auch bei gestandenen Pokerspielern gut beobachten. Sobald sie einen großen Pott gewonnen haben, werden sie nachlässig mit ihrer Körpersprache und die anderen Spieler können ihre „Tells“ wie ein Buch lesen. Das Spiel wird unsystematisch, die Fehler häufen sich und sie verlieren die Konzentration. Golf Pros kennen die Situation, nach den unerwartet guten ersten zwei Turnierrunden erfolgt der Einbruch. Der Spieler agiert zu riskant und wird nicht mit Erfolg belohnt. Viele können nicht mit der gesteigerten Erwartungshaltung umgehen!

Wie schafft man es, das Selbst aus dem „Tun“ herauszuhalten und dabei aber doch hochmotiviert und konzentriert zu sein?

Wenn man versucht, unrationelles Verhalten mit dem Verstand, also der Ratio, zu beeinflussen, versucht man den Teufel mit dem Beelzebub zu vertreiben! Münchhausen hat sich nicht wirklich selbst samt Pferd am eigenen Schopf aus dem Sumpf gezogen. Es bedarf eines externen Systems! OK, und wie macht man das, wenn nicht über den Verstand?

Die Geschichte des Frisbeespielen beschreibt in einfachen Worten, wie Mental Coach und Klient erfolgreich zusammenarbeiten: zwei Menschen stehen die sich auf Augenhöhe gegenüber. Genau zwischen ihnen steht ein kräftiger, verästelter Baum. Dieser Baum symbolisiert den Änderungswiderstand des Verstandes eines Klienten. Es ist unumstritten, dass das Ego eine starke Tendenz hat, sich selber zu bestätigen und alle anderen Informationen, die dem Zustand widersprechen, einfach aussortiert. Dieses Phänomen nennt sich selektive Wahrnehmung.

Die beiden Spieler können nur zusammenspielen, wenn der Frisbee mit einer weiten Flugkurve um den Baum herum geworfen wird. D.h. ein Austausch bzw. die gewünschte Änderung kommt nur zustande, wenn der Verstand umgangen wird. Man kann noch so viele kluge Artikel lesen, dabei ändert man wenig bis nichts! Eine effektive Alternative wird Ihnen Ihr erfahrener Mental Coach gerne in einem persönlichen Gespräch vorstellen. Soviel schon vorab: der Prozess muss unbewusst laufen!

Nur wenn ich auch bereit bin für diesen Lernprozess, kann ich mich weiter nach vorne entwickeln. Kann ich mir vorstellen genauso intensiv an meiner mentalen Stärke zu arbeiten, wie an meinen fachlichen Fähigkeiten? Diese Frage müssen sich alle beantworten, die voran kommen wollen, ob Leistungssportler, Heavy-Trader oder Rennfahrer. Für Poker-, Tennis- oder Golf -PROs gilt gleichermaßen: Erfolge – genau wie Misserfolge – entstehen in Ihrem Kopf. Lernen Sie von den Gewinnern, statt so weiter zu machen wie bisher!

Schreiben Sie mir über Ihre Erfahrungen und Erlebnisse! Was ist Ihre Erwartungshaltung an sich selbst? Ist es Ihnen wichtiger zu siegen, oder einen guten Job zu machen? Woher kommt der Druck? Von innen oder von außen? Was passiert mit Ihnen, wenn Sie nicht Perfektion, sondern Ihre eigene Entwicklung als Maßstab nehmen?

Stets neugierig grüßt

Christoph D. Wahlen

PRO-Mental-Coaching GmbH

Gesucht! Die seltene Spezies - Visionär

Gesucht! Die seltene Spezies – Visionär

Dringend gebraucht, oft gefürchtet und häufig im Keim erstickt: Menschen, die über den Tellerrand hinausschauen!

Fakt ist: Ihr Unternehmen braucht ihn, um zu wachsen!

Denn: mehr als 2/3 der tragfähigen Innovationen stammen von weniger als 1/25 der Mitarbeiterspezies „Visionär“.

Vorgesetzte denken, er ist ein „Spinner“! Andere lieben ihn für seine frischen Ideen! Der ein oder andere Kollege hat Angst vor seinen Ideen, da neue, unbekannte Wege beschritten werden.

In gestreamlineten Unternehmenskulturen fällt er auf. Er stört ein wenig die Befindlichkeit. In der Theorie wollen ihn alle haben: denjenigen, der gegen den Strom schwimmt. Nicht nur Anzeigentexte belegen es. Aber wehe er macht sich bemerkbar. Dazu kommt: wenige nehmen ihn ernst. Es ist ein bisschen wie der Hausbesitzer, der in einer der größten Waldbrandgebiete Kaliforniens lebt und sein Haus und Grundstück als Einziger professionell gegen starke Brände geschützt hat. Die Nachbarn belächeln ihn milde. Er hat da einen besonderen Spleen und denkt schon ans übermorgen, während die meisten noch in der Vergangenheit leben und nicht an eventuelle Brände denken wollen. Doch wenn das Feuer kommt – und es war allen klar, dass es kommen wird – und alle Nachbarn, bis auf ihn, ihre Häuser und ihr ganzes Hab und Gut verlieren, wird er bestenfalls mit Mißgunst bedacht.

Übertragen auf Unternehmen heißt das: Sie haben mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit einen Goldesel in „ihrem Stall“. Entweder Sie erkennen ihn nicht, oder sie ignorieren ihn standhaft. Ob Sie ihn lieben oder nicht: Sein Wissen und seine Impulse werden gebraucht, denn das Feuer wird kommen. Das Feuer wird kommen in einer globalisierten, vernetzten Wirtschaft, wo ein mittleres Erdbeben in Asien, in der der überwiegende Anteil der Computerchip produziert wird, die Chippreise explodieren läßt und die Bänder der Hersteller der Computerproduzenten zu Stillstand zwingt. Die Flammen werden fressen, was sich Ihnen in einem hochgradig vernetzen Wirtschaftssystem in den Weg stellt. Eine neue Erfindung in einem Nachbarstaat – oder auf der Straßenseite gegenüber – entzieht Ihrer Firma die Daseinsberechtigung. Die Feuersbrunst geht auch den Weg des geringsten Widerstandes. Und wenn der „Spinner“ Ihr Unternehmen feuerfest gemacht hat, wird ihr Haus auch nach der schlimmen Feuersbrunst noch stehen, während die gestreamlinete Konkurrenz eingeäschert in Ihren Trümmern liegt.

Jetzt einmal konkret: Wie erkennen Sie ihn, den Mensch, der vernünftige, durchdachte Visionen hat? Ein bisschen angewandte Psychologie hat noch nie geschadet! Meine Kollegen und ich haben uns, die charakterlichen Gemeinsamkeiten von Menschen genauer angeschaut, die in einem Unternehmen die wirklich großen Gewinnsteigerungen und Innovationen „aufgegleist“ haben. Erst einmal tief durchatmen, denn jetzt kommt die schlechte Nachricht: Man lässt die Spezies Visionär nur selten gewähren. Warum, was sind die Gründe? Konformitätszwang? Tradition? Naivität? Missgunst? Bequemlichkeit? Eine Kombination aus allem? Meist einfach aus Unwissenheit! All dies sind empirisch beobachtete Gründe. Gründe, die jedem einleuchten, der sich die Situation aus der Beobachterperspektive, als unrationales, nicht zweckdienliches Verhalten erschließt. Und, wir begehen diese Fehler trotzdem, jeden Tag! Trotz besseren Wissens. Trotz unseres Verstandes!

Es gibt Lichtblicke am Horizont. Auch diese Herausforderung wurde schon einmal bewältigt. Gönnen Sie sich eine Auszeit und gehen Sie neue Wege! Mit jemandem, der sich damit auskennt und dieses Wissen gerne mit Ihnen teilt. Am Besten mit einem externen Sparringspartner. Gemeinsame Erarbeitung und Umsetzung in Ihrem Umfeld sollte im Vordergrund stehen, statt Folienschlacht. Wichtig ist, dass Sie das Wichtigste über Strategie und Innovation aus psychologischer und gewinnmaximaler Sicht, erfahren.

Wenn Sie weitermachen wie bisher, machen Sie das, was andere machen: Sie verdrängen, dass Sie in einem Gebiet wohnen, in dem regelmäßig Waldbrände auftreten.