Gesucht! Die seltene Spezies - Visionär

Gesucht! Die seltene Spezies – Visionär

Dringend gebraucht, oft gefürchtet und häufig im Keim erstickt: Menschen, die über den Tellerrand hinausschauen!

Fakt ist: Ihr Unternehmen braucht ihn, um zu wachsen!

Denn: mehr als 2/3 der tragfähigen Innovationen stammen von weniger als 1/25 der Mitarbeiterspezies „Visionär“.

Vorgesetzte denken, er ist ein „Spinner“! Andere lieben ihn für seine frischen Ideen! Der ein oder andere Kollege hat Angst vor seinen Ideen, da neue, unbekannte Wege beschritten werden.

In gestreamlineten Unternehmenskulturen fällt er auf. Er stört ein wenig die Befindlichkeit. In der Theorie wollen ihn alle haben: denjenigen, der gegen den Strom schwimmt. Nicht nur Anzeigentexte belegen es. Aber wehe er macht sich bemerkbar. Dazu kommt: wenige nehmen ihn ernst. Es ist ein bisschen wie der Hausbesitzer, der in einer der größten Waldbrandgebiete Kaliforniens lebt und sein Haus und Grundstück als Einziger professionell gegen starke Brände geschützt hat. Die Nachbarn belächeln ihn milde. Er hat da einen besonderen Spleen und denkt schon ans übermorgen, während die meisten noch in der Vergangenheit leben und nicht an eventuelle Brände denken wollen. Doch wenn das Feuer kommt – und es war allen klar, dass es kommen wird – und alle Nachbarn, bis auf ihn, ihre Häuser und ihr ganzes Hab und Gut verlieren, wird er bestenfalls mit Mißgunst bedacht.

Übertragen auf Unternehmen heißt das: Sie haben mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit einen Goldesel in „ihrem Stall“. Entweder Sie erkennen ihn nicht, oder sie ignorieren ihn standhaft. Ob Sie ihn lieben oder nicht: Sein Wissen und seine Impulse werden gebraucht, denn das Feuer wird kommen. Das Feuer wird kommen in einer globalisierten, vernetzten Wirtschaft, wo ein mittleres Erdbeben in Asien, in der der überwiegende Anteil der Computerchip produziert wird, die Chippreise explodieren läßt und die Bänder der Hersteller der Computerproduzenten zu Stillstand zwingt. Die Flammen werden fressen, was sich Ihnen in einem hochgradig vernetzen Wirtschaftssystem in den Weg stellt. Eine neue Erfindung in einem Nachbarstaat – oder auf der Straßenseite gegenüber – entzieht Ihrer Firma die Daseinsberechtigung. Die Feuersbrunst geht auch den Weg des geringsten Widerstandes. Und wenn der „Spinner“ Ihr Unternehmen feuerfest gemacht hat, wird ihr Haus auch nach der schlimmen Feuersbrunst noch stehen, während die gestreamlinete Konkurrenz eingeäschert in Ihren Trümmern liegt.

Jetzt einmal konkret: Wie erkennen Sie ihn, den Mensch, der vernünftige, durchdachte Visionen hat? Ein bisschen angewandte Psychologie hat noch nie geschadet! Meine Kollegen und ich haben uns, die charakterlichen Gemeinsamkeiten von Menschen genauer angeschaut, die in einem Unternehmen die wirklich großen Gewinnsteigerungen und Innovationen „aufgegleist“ haben. Erst einmal tief durchatmen, denn jetzt kommt die schlechte Nachricht: Man lässt die Spezies Visionär nur selten gewähren. Warum, was sind die Gründe? Konformitätszwang? Tradition? Naivität? Missgunst? Bequemlichkeit? Eine Kombination aus allem? Meist einfach aus Unwissenheit! All dies sind empirisch beobachtete Gründe. Gründe, die jedem einleuchten, der sich die Situation aus der Beobachterperspektive, als unrationales, nicht zweckdienliches Verhalten erschließt. Und, wir begehen diese Fehler trotzdem, jeden Tag! Trotz besseren Wissens. Trotz unseres Verstandes!

Es gibt Lichtblicke am Horizont. Auch diese Herausforderung wurde schon einmal bewältigt. Gönnen Sie sich eine Auszeit und gehen Sie neue Wege! Mit jemandem, der sich damit auskennt und dieses Wissen gerne mit Ihnen teilt. Am Besten mit einem externen Sparringspartner. Gemeinsame Erarbeitung und Umsetzung in Ihrem Umfeld sollte im Vordergrund stehen, statt Folienschlacht. Wichtig ist, dass Sie das Wichtigste über Strategie und Innovation aus psychologischer und gewinnmaximaler Sicht, erfahren.

Wenn Sie weitermachen wie bisher, machen Sie das, was andere machen: Sie verdrängen, dass Sie in einem Gebiet wohnen, in dem regelmäßig Waldbrände auftreten.

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